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Der Fenchel

Auszeichnung: Gute medizinische Website 2006
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Name

Fenchel (Foeniculum vulgare), auch Bitterfenchel, Fennekel, Fennichl, Fennkol, Finnkel, Süßfenchel

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Familie

Doldengewächse

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Beschreibung

Zweijährige, bis zu 2m hohe Pflanze mit kahlen, feingerillten Stängeln, langen, geteilten Blättern und kohlartig verdicktem Wurzelstock. An der Spitze finden sich gelbe Blüten in großen Dolden.

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Verbreitung

Ursprünglich war der Fenchel im Mittelmeergebiet beheimatet. Allerdings findet man die Pflanze mittlerweile auch in Europa, Asien, in Teilen Südamerikas und in Afrika.

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Inhaltsstoffe

Trans-Anethol ist für den süßlichen, anisartigen Geschmack des Fenchels verantwortlich. Fenchon gibt dem Fenchel die typische Note. Weitere Bestandteile der Fenchelfrüchte: Terpene, Coumarine, Flavonoide, fettes Öl und Antioxidantien.

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Sammelgut

Allgemein bekannt ist der Fenchel als Gemüse und Gewürz, arzneilich verwendet werden die Fenchelfrüchte.

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Medizinische Wirkung

Trans-Anethol hat sekretolytische (schleimlösende) und spasmolytische (krampflösende) Wirkung. Fenchon wirkt wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze.

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Anwendungsgebiete

Die günstige Wirkung des Fenchels auf die Verdauung insbesondere bei Blähungen gilt als gesichert.
Fencheltee und Fenchelhonig ist nicht nur wegen des angenehmen Geschmacks vor allem in der Kinderheilkunde zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Atemwegserkrankungen gebräuchlich. Reines Fenchelöl sollte aber bei Säuglingen und Kleinkindern nicht angewendet werden!
Fenchelfrüchte sind auch Bestandteil von sog. Milchbildungstees, die die Milchbildung stillender Mütter fördern soll.

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Unerwünschte Wirkungen

Selten sind allergische Reaktionen auf Fenchel bekannt geworden. Personen mit Sellerieallergie können auch auf Fenchel reagieren.
Zubereitungen mit einem hohen Gehalt an ätherischen Öl (z. B. reines Fenchelöl) können vor allem nach längerer Lagerung eine östrogenartige Wirkung entfalten. Daher sollten solche Mittel nicht während der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Kleinkindern und Säuglingen verwendet werden. Reines Fenchelöl kann auch bei Säuglingen und Kleinkindern akute Atemnot und Erregungszustände hervorrufen. Die Anwendung von Tee, Fenchelhonig oder Präparaten mit ähnlich niedrigem Gehalt an ätherischen Öl ist jedoch unbedenklich.

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Dosierung

Das ätherische Öl verflüchtigt sich rasch in Teemischungen oder Filterbeuteln, da es nur aus den zerquetschten Früchten in ausreichender Menge freigesetzt werden kann. Man sollte daher entweder die ganzen Früchte kurz vor der Zubereitung in einem Mörser anstoßen oder auf lösliche Instanttees zurückgreifen, denen das Öl mikroverkapselt zugesetzt wurde.
1-3 Teelöffel Fenchelfrüchte werden zerquetscht, mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. 2 bis 4 mal täglich eine frisch zubereitete Tasse Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken.

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